Manchmal ist es wichtig, nicht nur über Schule zu sprechen, sondern für sie sichtbar zu werden.
Am 7. Oktober kamen vor dem Hamburger Rathaus zahlreiche Eltern, Kinder, Lehrkräfte und weitere Beschäftigte aus Hamburger Schulen zusammen. Anlass war die öffentliche Anhörung des Schulausschusses zu den geplanten Veränderungen und Kürzungen im Ganztag und bei der Schulbegleitung.
Auch unsere Schulgemeinschaft war vertreten: Mitglieder unseres Elternrats, unserer Schulleitung und unseres Kollegiums waren vor Ort und zeigten gemeinsam Präsenz für verlässliche Rahmenbedingungen und gute Bildung.
Besonders beeindruckt hat uns dabei das große Engagement unseres Elternrats. Unsere Elternvertreterinnen und Elternvertreter beließen es nicht bei ihrer Teilnahme an der Kundgebung: Mit einem eigenen Beitrag brachten sie die Perspektive unserer Schulgemeinschaft auch in die öffentliche Anhörung des Schulausschusses ein.
Dafür möchten wir von Herzen Danke sagen. Es ist alles andere als selbstverständlich, sich neben Familie, Beruf und Alltag mit so viel Zeit, Energie und Engagement für Schule und damit für die Kinder einzusetzen.
Doch an diesem Nachmittag waren es gerade die Kinder selbst, die auf ganz besondere Weise sichtbar machten, worum es eigentlich geht.
Mitten auf dem Rathausmarkt saßen Kinder mit Schulranzen, Stiften und Mathebüchern. Während um sie herum demonstriert und diskutiert wurde, erledigten sie ihre Aufgaben und gestalteten gleichzeitig ihre eigenen Plakate. Die Kinder, über deren Bildung und Schulalltag gesprochen wurde, waren selbst mittendrin.
Besonders berührt hat uns ein von Kindern gestaltetes Plakat. In großen bunten Buchstaben stand darauf:
„Der CHOR muss bleiben! Frau Nordmeier“
Ein kleiner Satz, der vielleicht mehr erzählt als manche Zahl oder Statistik. Denn für Kinder geht es bei schulischen Angeboten nicht um Stellenanteile oder Ressourcen. Es geht um ihren Chor. Um Dinge, auf die sie sich freuen. Um vertraute Menschen, gemeinsame Erlebnisse und Beziehungen, die ihren Schulalltag prägen.
Hinter jeder Stunde, über die in politischen Entscheidungen gesprochen wird, stehen am Ende Menschen. Kinder, die lernen, lachen, ausprobieren und über sich hinauswachsen – und Erwachsene, die sie dabei begleiten.
Vielleicht war genau das an diesem Nachmittag besonders spürbar: Schule ist weit mehr als Unterricht nach Stundenplan. Sie lebt von Beziehungen, von Verlässlichkeit, von Förderung, von Gemeinschaft und von Menschen, die bereit sind, Verantwortung für sie zu übernehmen.
Wir freuen uns deshalb sehr über einen Elternrat, der sich mit so viel Herz, Zeit und Engagement für unsere Schule und für gute Bedingungen für Kinder einsetzt. Ebenso schön war es, an diesem Nachmittag gemeinsam als Eltern, Kollegium und Schulleitung Präsenz zu zeigen.
Denn gute Schule braucht Menschen, die sich für sie starkmachen.









