Wir lieben Vielfalt…

Am Mittwoch, den 29. April 2026, wanderte Jahrgang 3 der Westerschule zur Osmanbey-Moschee in Finkenwerder. Dort wurden wir wie immer mit großer Freundlichkeit und Offenheit empfangen. Jedes Jahr dürfen unsere SchülerInnen die Moschee ausgiebig erkunden. Der Imam nimmt sich stets viel Zeit und zeigt uns, wie man achtsam einen „heiligen Ort“ betritt. Selbstverständlich hatten sich alle im Unterricht gut vorbereitet, stellten ihre Schuhe ordentlich ins Regal, reinigten ihre Hände und setzten sich gespannt auf den leuchtend blauen Teppich.

 Unerwartete Momente – ein Geschenk!

Im Laufe der Jahre haben wir feste Abläufe und Rituale entwickelt, damit alle die neuen Räume mit Kopf, Herz und Hand erleben und mutig Fragen stellen können. Doch dieses Jahr war in besonderer Weise anders. Nachdem alle Klassen einzeln hereingekommen waren, machten über 70 Kinder spontan mit Frau Bünger vor der Gebetsnische eine gemeinsame Achtsamkeitsübung. Die entstandene Stille dauerte mehr als sechs Minuten. Dieser besondere Moment erstaunte und berührte uns Erwachsene ebenso wie die Kinder – ein echtes Geschenk für uns alle.

Offenheit und mutige Fragen

Per Blickkontakt wurde der Ablauf spontan verändert: Herr Karkar übernahm die Moderation und erfüllte den Raum mit seinem klangvollen Gesang. Die Drittklässler hörten aufmerksam zu und lauschten neugierig seinen Erzählungen. Anschließend stellten sie viele interessante und auch kritische Fragen, die der Imam geduldig beantwortete.

Dankes-Kreis und Licht-Vers

Die Klassensprecher der 3 a, 3 c und 3 d gestalteten gemeinsam mit Frau Bünger eine Mitte, in der die Dankeskarten für die muslimische Gemeinde ausgelegt sowie Lichter und Gebäckteller aufgestellt wurden. Jede Klasse durfte einzeln in den Abschluss-Kreis kommen, gemeinsam den Licht-Vers – eine besondere Sure aus dem Koran – hören und sich anschließend ein kleines Dankeschön aus der Schale nehmen. Auch dieser Abschluss fühlte sich in diesem Jahr besonders vertraut und herzlich an.

Ganz besondere Momente – gemeinsam und ungeplant

Mehr als zwanzig SchülerInnen fragten Herrn Karkar, ob sie einmal gemeinsam mit ihm beten dürften. Dieser Wunsch entstand völlig ungeplant und kam von vielen Kindern – unabhängig von ihrer religiösen Herkunft. Obwohl die Zeit bereits drängte, nahmen wir uns bewusst Raum dafür. Einige Mitschüler beobachteten das Geschehen leise und mit respektvollem Abstand. Für uns Erwachsene war dies ein weiterer besonderer Moment: Kinder begegnen einander oft mit einer Offenheit und Natürlichkeit, die beeindruckt und berührt. Herr Karkar schreibt für die Drittklässler wieder eine Erinnerung in unser Finkenbuch.

Um 12:15 Uhr musste unser Besuch leider pünktlich enden, weil das Mittagsgebet in der Moschee um 12:30 Uhr beginnt. Im Anschluss tobten alle noch auf dem großen Spielplatz vor der Moschee, bevor es gemeinsam zurück zur Schule ging.

Es war nicht nur für die Kinder erneut ein ganz besonderes Erlebnis. Auch wir Erwachsenen waren sehr berührt von der Gastfreundschaft und der offenen Atmosphäre in der muslimischen Gemeinde. Solche Erfahrungen außerhalb des Unterrichts schaffen Begegnungen, die im Schulalltag nur selten möglich sind. Die aktuellen Ereignisse in der Welt zeigen immer wieder, wie wertvoll Vertrauen, Respekt und friedliches Miteinander sind.

Gerade deshalb sind Begegnungen wie der Moschee-Besuch so bedeutsam: Sie schaffen sichere Erfahrungsräume, bauen Brücken und fördern offenen Austausch. In diesem Sinne wünschen wir uns, auch weiterhin gemeinsame Projekte und Aktivitäten – innerhalb und außerhalb der Klassenräume – gestalten zu können.

Denn:

WIR LIEBEN & LEBEN VIELFALT

Babett Bünger

 

Gemeinsam für einen grünen Schulhof

Tage vor der Aktion mischte sich unter dem Elternrat der Gedanke: „Wir werden bestimmt die einzigen sein, die dort erscheinen“.

Doch als wir vor Ort waren, wurden wir eines Besseren belehrt.

Zur Startzeit warteten mindestens 6-7 engagierte Eltern ungeduldig mit ihren Kindern auf dem Hof.

Mit vereinten Kräften und scharfen Spaten machten wir uns also ans Werk:

-19 Pflanzen fanden ihren neuen Platz vor dem VSK-Pavillon.

-Rund um die Fahrradständer wurde gründlich aufgeräumt: Berge an Laub wurden entfernt und herumliegender Müll eingesammelt.

Danach sah es wirklich picobello aus.

Nach mehr als einer Stunde zogen wir weiter in den Schulgarten.

Zwei Väter gruben unermüdlich das hintere Feld um, damit dort hoffentlich bald ein neues Beet entstehen kann.

Die Schubkarren waren im Dauereinsatz und rollten unermüdlich zum Kompost hin und her.

Kein Wunder, denn es wurden viele Pflanzen beschnitten, Unkraut und Brombeeren massenweise entfernt.

Nach insgesamt 4 Stunden war das Tagewerk vollbracht.

Der Anblick des gepflegten Gartens erfüllte uns mit Stolz.

Tatsächlich mussten wir den einen oder anderen Helfer bremsen, da sie am liebsten noch bis in die Abendstunden weiterge“ackert“ hätten.

Ein riesiges Dankeschön an alle großen und kleinen Helfer! Das hat mit euch so viel Spaß gemacht!

Gemeinsam haben wir gezeigt, was wir als Schulgemeinschaft bewegen können.

Der nächste Einsatz kann kommen – und ihr seid hoffentlich auch wieder dabei! 😉

Euer Elternrat

Neues Leben auf dem Schulhof – Spiel, Spaß und Bücher

„Yee-haw!“ – Frühling auf dem Schulhof

Endlich! Der Winter ist vorbei und der Frühling ist eingekehrt. Das war das Startsignal für den Elternrat, wieder auf dem Schulhof aktiv zu werden. Die lange versprochenen Spielgeräte wurden aus dem Lager geholt und mit Hilfe unseres Hausmeisters „Hansi“ entstanden aus vielen Holzteilen am Ende zwei wunderschöne Holzpferde.

Das blieb natürlich nicht unbemerkt: Schnell versammelten sich neugierige Kinder um die Baustelle. Die Stimmung war großartig – und hier und da durften die Kinder sogar selbst mit anpacken, hämmern, schrauben und natürlich Probe sitzen.

Wir wünschen allen Westerschulkindern ganz viel Freude mit den neuen Spielgeräten und hoffen, dass sie sorgsam damit umgehen.
Ein ganz besonderer Dank geht an unseren Hausmeister, der uns tatkräftig und mit viel Engagement unterstützt hat!

Lesefreude für alle

„Wer zu lesen versteht, besitzt den Schlüssel zu großen Taten, zu unerträumten Möglichkeiten.“
(Aldous Huxley)

Damit möglichst viele Kinder diesen Schlüssel in die Hand bekommen, hat sich der Elternrat noch etwas einfallen lassen: Während des Radchecks wurden kurzerhand zwei Bücherregale aufgebaut – natürlich nicht ohne die tatkräftige Hilfe unserer Kinder, die wieder einmal mit großer Begeisterung dabei waren. Ihr seid einfach großartig – danke!

Die neuen Regale findet ihr beim Schmökerstübchen. Dort könnt ihr Bücher vor Ort lesen oder auch mit nach Hause nehmen. Bitte bringt sie später wieder zurück oder tauscht sie gegen ein anderes Buch aus.

Viel Spaß beim Schmökern!

Gemeinsam stark

Solche Aktionen zeigen einmal mehr, wie lebendig unsere Schulgemeinschaft ist. Der Einsatz des Elternrats, die Unterstützung durch den Hausmeister und die Begeisterung der Kinder machen unsere Schule zu einem besonderen Ort.

Wir sagen: Danke an alle, die mithelfen, unsere Westerschule noch ein Stück schöner zu machen!

Karibus auf den Spuren der Geschichte

Am 09. April erkundete die Klasse 3c Hamburg. Mit der Fähre ging es zum Anleger Landungsbrücken. Bei strahlendem Sonnenschein erkundeten die Karibus neugierig die alte Hafenanlage auf der anderen Elbseite. Entlang der Promenade durch die HafenCity, vorbei an der Elbphilharmonie und den alten Speichern bis zum Museumshafen. Jetzt ruft ein gutes Frühstück und eine Pause auf einem alten Binnenschiff! Es ist ein ganz besonderer Ort – eine Flussschifferkirche für alle! Sie wird von den Hamburger*innen liebevoll „Flusi“ genannt.

Auf der Flusi werden wir von Bettina begrüßt. Sie stellt uns die alte Barkasse vor. Hamburg ist nicht nur ein „Tor zur Welt“ für Touristen, sondern es ist auch ein Tor für die Welt – für alle! Menschen aus über 180 Nationen sind hier zu Hause, bunte Vielfalt und verschiedene Religionen bereichern das Leben vieler Stadtteile. Auch die Flusi ist offen für alle Menschen – egal welche Religion, Herkunft, welches Geschlecht oder Alter – eben ein ganz besonderer Ort für jedermann!

Anschließend teilen wir uns in Kleingruppen auf. Dort bekommen wir einen Forscherauftrag. Um 11 Uhr geht’s gestärkt zu Fuß – vom Baumwall bis zum Botanischen Garten – weiter. Unterwegs entdecken wir viele Spuren aus dem Mittelalter und der alten Hansestadt. Was ist ein Fleet? Wie kommt der Kaffee nach ganz oben in den Speicher und was ist das „weiße Gold“? So macht das Lernen Spaß, wenn nur nicht der Weg so lang wäre. 🙂

Zur Hamburger Hanse, zur Hammaburg und den alten Wallanlagen haben wir schon einiges gelesen. Den Botanischen Garten im Spielen kennenzulernen ist nachhaltiger und macht gemeinsam viel Freude. Hier machen wir ein Picknick am Parkteich und eine Rückmelderunde zur Gruppenarbeit. Alle Teams arbeiten toll zusammen, bearbeiten ihre Werkstatt und belohnen sich mit den mitgebrachten Naschereien.

Am Nachmittag fahren wir mit der S-Bahn nach Klein Flottbek. Im Loki-Schmidt-Park können wir leider nur eineinhalb Stunden bleiben, schade! Es gibt einen Sonderpark mit heimischen Giftpflanzen zu entdecken. Alle Karibus lösen in kleinen neuen Teams ein Quiz, spitze! Um 16:30 Uhr nehmen wir die Fähre ab Teufelsbrück – zurück nach Finkenwerder. Ein toller Tag mit euch – gerne noch einmal, liebe 3c!
Eure Frau Bünger

Ein beschwingter Nachmittag 😊

Am gestrigen Sonntag war es endlich so weit: Die Westerschule Finkenwerder öffnete ihre Türen für ein ganz besonderes musikalisches Erlebnis – den Auftritt des Bläserorchesters von Airbus Hamburg.

Wer dabei an klassische Marsch- oder Heimatmusik dachte, wurde schnell eines Besseren belehrt. Unter dem Motto „Heal the World“ präsentierte das Orchester ein abwechslungsreiches Programm mit bekannten Welthits aus Rock und Pop. Mit spürbarer Begeisterung und beeindruckender Klangfülle erklangen mitreißende Medleys von ABBA, Queen und Michael Jackson bis hin zu Stücken von Marius Müller-Westernhagen.

Auch der Westerschulchor unter der Leitung von Vita Lach sorgte für große Begeisterung: Mit einem schwungvollen Kanon stimmten die Kinder das Publikum fröhlich auf den Frühling ein. Charmant und augenzwinkernd erinnerten sie daran, dass Singen wirklich überall möglich ist – sogar auf dem Klo! Tosender Applaus begleitete ihren Auftritt, und als Zugabe durfte natürlich auch ein musikalischer Ausblick auf Ostern nicht fehlen.

Für das leibliche Wohl war ebenfalls bestens gesorgt: Frau Demir organisierte gemeinsam mit vielen engagierten Eltern ein reichhaltiges Kuchenbuffet, das großen Anklang fand. Ein herzlicher Dank gilt allen Kuchenspendern sowie den fleißigen Helferinnen und Helfern! Der Erlös kommt dem Schulverein der Westerschule zugute.

Nach rund zwei Stunden voller Musik, Freude und guter Stimmung machten sich die Besucher gut gelaunt auf den Heimweg – mit dem einhelligen Fazit: Beim nächsten Mal sind wir sehr gern wieder dabei!

Grundschule in Finkenwerder